Forschung

Forschung
Die Medizintechnik hat sowohl wirtschaftlich als auch für die Gesundheitsversorgung eine immer weiter steigende Bedeutung. Das Peter-Osypka-Institut für Medizintechnik der Hochschule Offenburg ist der Forschung und Entwicklung von Produkten mit medizinischer Zweckbestimmung, die für die Anwendung beim Menschen bestimmt sind, gewidmet. Häufig werden Projekte in Zusammenarbeit mit regionalen und überregionalen Unternehmen durchgeführt.

Arbeitsgruppen:

  • Chirurgische Navigation und Augmented Reality (Prof. Harald Hoppe)
  • Elektrostimulation und Ablation (Dipl.-Ing. (FH) Tobias Haber)
  • Kardiovaskuläre Medizintechnik und Rhythmologie (Prof. Matthias Heinke)
  • NeuroAkustik (Prof. Stefan Zirn)
  • NeuroScience (Prof. Andreas Otte)

Historie

Mit der 2008 eingerichteten Stiftungsprofessur für biomedizinische Technik zeigte sich Prof. Dr. Peter Osypka, der Begründer der Hochfrequenz-Katheterablation, als großzügiger Förderer und Partner der Hochschule Offenburg. Er schuf die Grundlage für den Aufbau des Studiengangs Medizintechnik. Auf seine Initiative hin wurde im Juni 2011 das Peter Osypka Institute for Pacing and Ablation ins Leben gerufen. Seine Leitung übernahm Prof. Dr. rer. nat. habil. Bruno Ismer. Mit seinem außergewöhnlichen Engagement, seiner langjährigen Erfahrung aus der Universitätskardiologie sowie der Vermittlung zahlreicher hochwertiger medizinischer Geräte und seinen Kontakten zu industriellen und klinischen Partnern hat er die Forschung lebendig gestaltet und eine betont praxisnahe Ausbildung geprägt.

Die Aufgaben des Instituts fokussierten auf die Entwicklung von Methoden und Medizintechnik zur Diagnostik und Therapie von Herzerkrankungen, insbesondere auf die Bereiche klinische Elektrophysiologie, Elektrostimulation und Ablation. Beispiele hierfür sind die Entwicklung eines speziellen externen Herzschrittmachers zur Behandlung lebensbedrohlichen Herzrasens bei Babies, Pilotstudien für ein neuartiges Katheterset zur Ablationstherapie bei Herzkammerrasen bis hin zu einem computerisierten Demonstrationsboard zur didaktischen Vermittlung der Erregungsausbreitung im Herzen bei Rhythmusstörungen und während einer Schrittmachertherapie.

Die Institutskompetenz auf diesen Gebieten wurde von Ärzten, medizinischem Personal und Mitarbeitern medizintechnischer Firmen in zahlreich gestalteten Weiterbildungsveranstaltungen genutzt. Diese boten neben der Theorie stets ein intensives praktisches Training unter dem Motto „Studieren durch Experimentieren“. Das hier praktizierte Lehrkonzept zur Herzschrittmacher- und Defibrillatortherapie sowie zur Hochfrequenz-Katheterablation wurde von der Baden-Württemberg-Stiftung mit einem Fellowship für „Innovationen in der Hochschullehre“ ausgezeichnet.

Zur Schaffung adäquater Arbeitsbedingungen am Institut stiftete die Osypka AG im Jahr 2012 die Errichtung eines Forschungsgebäudes auf dem Campus der Hochschule. In dem 2017 übergebenen Neubau wurden in den vier Laboren eigene Raumkonzepte für spezialisierte Lernumgebungen realisiert, die eine multifunktionale Nutzung für die Forschung und Lehre des Instituts ermöglichten. Bis 2020 nutzten drei ehemalige Medizintechnik Master-Absolventen der Hochschule bzw. Institutsmitarbeiter diese Umgebung zum Abschluss ihrer Promotionsschrift. Essenziell waren auch dabei die engen Kooperationen zu unseren klinischen, akademischen und industriellen Partnern. Sie garantierten den aktuellen Wissens- und Technologietransfer von der Forschung in die Lehre. Besonders wertvoll erwies sich die enge Zusammenarbeit mit Prof. Melichercik vom nahegelegenen MediClin Herzzentrum in Lahr/Baden, mit Prof. Haas vom Klinikum der Ludwig Maximilians Universität München sowie mit Frau Prof. Bitzer von der Pädagogischen Hochschule Freiburg.

Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage des POIM
www.poim.hs-offenburg.de

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